Für Besserverdienende: der Kinderfreibetrag

Seit dem Jahr 2006 werden die Kinderfreibeträge bei der Lohnsteuerberechnung nicht mehr berücksichtigt. Trotzdem sollten Eltern den Kinderfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen, falls dieser noch nicht darauf vermerkt ist – die Kinderfreibeträge wirken sich selbstverständlich auf die Höhe von Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer aus.

Bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung überprüft das Finanzamt im Rahmen der „Günstigerprüfung“, ob Eltern Anspruch auf eine Erstattung im Rahmen des Kinderfreibetrages haben. Wenn der Freibetrag günstiger ausfällt – also eine höhere Summe beträgt als das tatsächlich ausgezahlte Kindergeld – dann erhält der Steuerpflichtige den Differenzbetrag erstattet. Dies lohnt sich vor allem für Eltern, die zu den Besserverdienern zählen.

Grundsätzlich können Besserverdienende wählen, ob sie das Kindergeld oder den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen möchten. Bei einem höheren Einkommen – und hier geht man von mehr als 30 000 Euro Jahresgehalt bei Alleinerziehenden und mehr als 60 000 Euro bei Paaren aus – ist definitiv der steuerlich nutzbare Kinderfreibetrag die bessere Wahl als die Auszahlung des Kindergelds. Die steuerliche Entlastung ist hier wesentlich höher als das Kindergeld. Alleinerziehende können den gesamten Kinderfreibetrag beantragen, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht mindestens zu 75 Prozent nachkommt.

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