Kindergeld und Freibetrag

Das Kindergeld stellt einen steuerlichen Lastenausgleich für Eltern dar, welcher in einer Direktauszahlung erfolgt. Gezahlt wird es ab dem Tag der Geburt und mindestens bis zum Erreichen der Volljährigkeit. Ab der Volljährigkeit kann es auf Antrag bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiter gezahlt werden, sofern das Kind sich noch in einer Ausbildung befindet oder arbeitslos ist.

Der Kinderfreibetrag steht beiden Eltern gleichermaßen zu und kann in der Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Verfügt nur eins von beiden Elternteilen über ein steuerpflichtiges Einkommen, so kann der Kinderfreibetrag vom Hauptverdiener alleinig geltend gemacht werden. Bei zwei steuerpflichtigen Einkommen wird der Kinderfreibetrag geteilt. Bei einem Kind erhält so jedes Elternteil den halben Kinderfreibetrag, bei zwei Kindern erhält jedes Elternteil einen vollen Kinderfreibetrag.

Der Kinderfreibetrag ist auf der Lohnsteuerkarte vermerkt und berücksichtigt einen Pauschalbetrag, der von Eltern als finanzieller Aufwand für die Erziehung und den Unterhalt ihrer Kinder steuerlich geltend gemacht werden kann.

Das Finanzamt prüft im Zuge der jährlichen Einkommenssteuer, ob alleine das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag genutzt werden können. Bei Paaren mit einem Einkommen unter 60 000 Euro pro Jahr ist das Kindergeld die bessere Wahl. Besserverdiener jedoch können wählen, ob sie statt Kindergeld Freibetrag nutzen möchten. Wer mehr als die genannten Summe verdient, fährt in der Regel besser bei der Wahl des Kinderfreibetrags, da dieser wesentlich höher ist als das Kindergeld.

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