Am besten innerhalb der EU: Kindergeld im Ausland

Immer mehr Deutsche zieht es ins Ausland – sei es aus persönlichen Gründen oder beruflich bedingt. Doch wie verhält sich das nun mit dem Kindergeld? Besteht ein Anspruch auf die Zahlung von Kindergeld im Ausland?

Diese Frage ist eindeutig geregelt. Eltern, die im Ausland leben und als Entwicklungshelfer tätig sind, als Missionare oder aber in einem Versicherungspflichtverhältnis zur Bundesagentur für Arbeit stehen, können das Kindergeld auch im Ausland erhalten. Gleiches gilt für Berufstätige, die eine Tätigkeit nach den Vorschriften des Beamtenrechts im Ausland ausüben und auch für Personen, die bereits Rente erhalten und im Ausland leben.

Das Kind, für das Kindergeld bezogen wird, muss seinen Wohnsitz in Deutschland oder aber in einem Mitgliedsstaat der EU haben. Eltern, deren Kinder nicht in EU-Ländern leben, können die steuerlichen Freibeträge für ihre Kinder alternativ zum Kindergeld geltend machen. Bei getrennt lebenden Eltern kommt es darauf an, wie sich das Recht auf das Kindergeld gestaltet.

Wenn ein Elternteil Anspruch auf Kindergeld nach dem Einkommenssteuergesetz hat, weil der Wohnsitz sich in Deutschland befindet, das im Ausland lebende Elternteil nur Anspruch nach dem Bundeskindergeldgesetz hat, so geht hier das Einkommenssteuergesetz vor. In diesem Fall könnte der in Deutschland lebende Elternteil das Kindergeld beanspruchen, statt Kindergeld im Ausland hätte der im Ausland tätige Elternteil einen Anspruch auf den Kinderfreibetrag in der steuerlichen Veranlagung.

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